Marktinfo
Marktbericht No. 68-2022 Türkische Sultanas
2022-10-19 | TMO ist aktiv im Rohwarenmarkt
Das Türkische Grainboard TMO hat Stand heute 50.000 MT Rohware von den Türkischen Bauern angekauft. Die Preise variieren von TRY 23,00 p.MT für dreifach vom Regen beschädigte Rohware bis TRY 29,00 p.MT für premium Rohware. Die TMO kann täglich bis zu 2.100 MT Rohware aufnehmen und hat bereits feste Kaufzusagen (appointments) für weitere 85.000 MT vereinbart. Die Türkischen Exporteure werden aufgrund dieser Zahlen nervös, da die TMO mehr als 1/3 der gesamte Ernte 2022 bereits gekauft hat und die Landwirte nur sehr wenig freie Rohware anbieten. Sie können nicht einmal genug Rohware für ihre Export-Kontrakte im Markt finden.
Marktbericht No. 67-2022 Sonnenblumenkerne
2022-10-17 | Preise für Sonnenblumen steigen an
Die meisten Bulgarischen Schälbetriebe haben ihre zuletzt sehr günstigen Offerten zurückgezogen!
Marktbericht No. 66-2022 Chinesische Kürbiskerne
2022-10-15 | Ablader aus der Inneren Mongolei ziehen ihre Offerte mit sofortiger Wirkung zurück
Der seit dieser Woche verhängte Lockdown in der Provinz Innere Mongolei hat folgen für unsere Kürbiskerne. Unser Ablader aus der Provinz hat alle ausstehenden Offerten mit sofortiger Working zurückgezogen. Bis Mitte dieser Woche waren die Offerten aus der Inneren Mongolei mit Abstand am günstigsten, während der bereits seit 4 Wochen andauernde Lockdown in der Provinz Heilongjiang bereits zu deutlich höheren Gestehungspreisen geführt und hat und zuletzt gute USD 400,00 höher notierten.
Marktbericht No. 65-2022 China Kürbiskerne
2022-10-14 | Provinzen Innere Mongolei ist seit dieser Woche und Heilongjiang seit 3 Wochen im lock down
Die Provinz Innere Mongolei ist seit dieser Woche im lock down. Die Provinz Heilongjiang ist seit mehreren Wochen bereits im lock down. Somit befinden sich beide Hauptursprünge für chinesische Kürbiskerne im lock down und kein Werk kann produzieren und somit wird auch nichts verschifft. Die Provinz Xinjiang wäre eine Alternative.
Marktbericht No. 64-2022 Sonnenblumenkerne
2022-10-13 | Rohwarenpreise für Sonnenblumen steigen seit dem vergangenen Wochenende an und dürften mittelfristig zu Preisanpassungen der Sonnenblumenkerne führen
Die immer lückenhaftere Energieversorgung in der Ukraine legt die Produktion von Agrarrohstoffen und Vorprodukten (Rohöl) und deren Verladung, Verschiffung etc. lahm, da die Werke aufgrund der Black Outs nicht mehr produzieren und die Häfen nicht arbeiten können. Die Preise für ukrainische Sonnenblumensaat sind auf USD 590,00 + 600,00 p.MT FOB angestiegen. Die bulgarischen Landwirte haben ihrerseits die Rohwarenpreise für Sonnenblumen von zuletzt USD 520,00 p.MT auf heute USD 570,00 p.MT feldfallend angehoben. Selbst auf diesem Preisniveau liegen wir immer noch unter dem Break Even-Preis für die Landwirte.
Die Warenbestände für Sonnenblumenkerne schätzen wir in Westeuropa auf nur noch 50% verglichen mit dem Vorjahr 2021 zu dieser Zeit. Die starke Kaufzurückhaltung der Importeure verfolgt das offensichtliche Ziel, immer günstigere Preise einfordern zu können. Das hat bis letzte Woche funktioniert. Mittlerweile haben jedoch sehr viele kleine und mittelgroße Schälbetriebe die Produktion eingestellt und die großen Schälbetriebe produzieren nur die Mengen, die fest geordert sind. Eventuelle Kapazitätslücken werden durch Teilschließungen von Werken oder das Herunterfahren von Produktionslinien der gesunkenen Nachfrage angepasst.
Die zuletzt auf sehr niedrigem Niveau abgeschlossenen Verträge für Sonnenblumenkerne basieren auf einer Mischkalkulation. Einige Schäler konnten im Frühjahr 2022 auf sehr hohem Niveau Sonnenblumenkerne um EURO 2.000,00 p.MT DAP verkaufen. Hintergrund war zu diesem Zeitpunkt die Angst der Käufer, dass durch den Ukrainekrieg die gesamte Versorgung zusammenbrechen könnte. Diese hohen Preise mischen einige Schäler nun mit den zuletzt sehr niedrigen Verkaufspreisen, die nicht kostendeckend sind. Diese Kalkulation und Annahme gehen jedoch nicht auf. Wir hören von sehr schleppenden Abnahmen aus den hochpreisigen Verträgen mit der Begründung, dass die Käufer ihrerseits weniger Produkte absetzen.
Resümee: Wir erwarten steigende Preise für Sonnenblumenkerne und halten das aktuelle Niveau für den preislichen Tiefpunkt.